Kleiner KatechismusSCAbschnitt

Die Haustafel

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Concordia Triglotta

Die Haustafel

etlicher Sprüche für allerlei heilige Orden und Stände, dadurch dieselben, als durch eigene Lektion, ihres

Amtes und Dienstes zu vermahnen.

Den Bischöfen, Pfarrherren und Predigern.

“Ein Bischof soll unsträflich sein, eines Weibes Mann, nüchtern, sittig, mässig, gastfrei, lehrhaftig, nicht ein Weinsäufer, nicht beissig, nicht unehrliche Hantierung treiben; sondern gelinde, nicht haderhaftig, nicht geizig, der seinem eigenen Hause wohl vorstehe, der gehorsame Kinder habe, mit aller Ehrbarkeit, nicht ein Neuling; der ob dem Wort halte, das gewiss ist und lehren kann, auf dass er mächtig sei, zu ermahnen durch die heilsame Lehre und zu strafen die Widersprecher.” In der 1. Epistel zu Timotheus am 3. Kapitel.

Von weltlicher Obrigkeit.

“Jedermann sei untertan der Obrigkeit; denn die Obrigkeit, so allenthalben ist, ist von Gott geordnet. Wer aber der Obrigkeit widerstrebt, der widerstrebt Gottes Ordnung; wer aber widerstrebt, wird sein Urteil empfahen; denn sie trägt das Schwert nicht umsonst, sie ist Gottes Dienerin, eine Rächerin zur Strafe über die, so Böses tun.” Zu den Römern am 13. Kapitel.

Den Ehemännern.

“Ihr Männer, wohnet bei euren Weibern mit Vernunft und gebet dem weibischen [weiblichen] als dem schwächsten Werkzeug seine Ehre, als Miterben der Gnade des Lebens, auf dass eür Gebet nicht verhindert werde.” In der ersten [Epistel] Petri am 3. Kapitel. “und seid nicht bitter gegen sie.” Zu den Kolossern am 3. Kapitel.

Den Eheweibern.

“Die Weiber seien untertan ihren Männern als dem Hern, wie Sara Abraham gehorsam war und hiess ihn Herr, welcher Töchter ihr worden seid, so ihr wohl tut und nicht so schüchtern seid.” In der ersten [Epistel] Petri am 3. Kapitel.

Den Eltern.

“Ihr Väter, reizet eure Kinder nicht zu Zorn, dass sie nicht scheu werden, sondern ziehet sie auf in der Zucht und Vermahnung zu dem Hern.” Zu den Ephesern am 6. Kapitel.

Den Kindern.

“Ihr Kinder, seid gehorsam euren Eltern in dem Hern, denn dies ist billig. Ehre Vater und Mutter, das ist das erste Gebot, das Verheissung hat, nämlich: dass dir’s wohl gehe, und [du] lange lebest auf Erden.” Zu den Ephesern am 6.

Den Knechten, Mägden, Taglöhnern und Arbeitern.

“Ihr Knechte, seid gehorsam euren leiblichen Herren mit Furcht und Zittern, in Einfältigkeit eures Herzens, als Christo selbst, nicht mit Dienst [allein] vor Augen, als [den] Menschen zu gefallen, sondern als die Knechte Christi, dass ihr solchen Willen Gottes tut von Herzen, mit gutem Willen. Lasst euch dünken, dass ihr dem Hern und nicht den Menschen dienet, und wisset, was ein jeglicher Gutes tut, das wird er empfahen, er sei Knecht oder frei.”

Den Hausherren und Hausfraün.

“Ihr Herren, tut auch dasselbige gegen ihnen [gegen sie] und lasset eür Dräün und wisset, dass ihr auch einen Hern im Himmel habt, und ist bei ihm kein Ansehen der Person.” Eph. 6.

Der gemeinen Jugend.

“Ihr Jungen, seid den Alten untertan und beweiset darin die Demut. Denn Gott widerstehet den Hoffärtigen, aber den Demütigen gibt er Gnade. So demütiget euch nun unter die gewaltige Hand Gottes, dass er euch erhöhe zu seiner Zeit.” 1 Petr. am 5. Kapitel.

Den Witwen.

“Welche eine rechte Witwe und einsam ist, die stellet ihre Hoffnung auf Gott und bleibet am Gebet Tag und Nacht. Welche aber in Wollüsten lebet, die ist lebendig tot.” 1 Tim. am 5. Kapitel.

Der Gemeinde.

“Liebe deinen Nächsten als dich selbst; in dem Wort sind alle Gebote verfasset.” Zu den Römern am 13. Kapitel. “und haltet an mit Beten für alle Menschen!” In der 1. [Epistel an] Timotheus am 2. Kapitel.

Ein jeder lern’ sein’ Lektion, So wird es wohl im hause stohn.

VI.