Artikel 1: Gott
Unsere Gemeinden lehren in völliger Übereinstimmung, dass der Synodalbeschluss von Nizäa über die Einheit von Gottes Wesen und über die drei göttlichen Personen wahr ist und ohne jeden Zweifel geglaubt werden muss.
Es gibt demnach nur ein einziges Wesen, das zutreffend Gott genannt wird. Er ist ewig, nicht an einen Körper gebunden, unteilbar, allmächtig, allweise und allgütig. Er hat alle Dinge geschaffen, sowohl die sichtbaren als auch die unsichtbaren, und er erhält sie auch.
Dennoch sind da drei göttliche Personen desselben Wesens und derselben Macht, die auch gleich ewig sind: der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.
Den Begriff „Person“ verstehen wir so, wie ihn auch die Kirchenväter in ihren Schriften verwendet haben: Er bezeichnet nicht einen Teil oder eine Eigenschaft von etwas anderem, sondern etwas je Eigenständiges.
Wir verurteilen alle Irrlehren, die gegen diesen Glaubensartikel aufgekommen sind. So verurteilen wir die Manichäer, die gelehrt haben, dass es zwei göttliche Prinzipien gibt, ein gutes und ein böses. Ebenso verurteilen wir die Valentinianer, die Arianer, die Eunominianer, die Muslime und alle, die ähnlich lehren.
Auch verurteilen wir die Alt- und Neu-Samosatener, die behaupten, dass es nur eine göttliche Person gibt. Über das „Wort“ und über den Heiligen Geist formulieren sie spitzfindig und gottlos, dass sie keine gesonderten Personen sind, sondern dass „Wort“ (in Joh. 1) einfach ein gesprochenes Wort meint und dass der Geist eine erschaffene Regung in Geschöpfen ist.